27.2.2025
Frauen im geteilten Deutschland: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Frauen im geteilten Deutschland

Frauen im geteilten Deutschland

Das Leben von Frauen in der DDR und der Bundesrepublik unterschied sich in vielen Aspekten, wies aber auch Gemeinsamkeiten auf. Eine Ausstellung der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, die anlässlich des 50. Jubiläums des Internationalen Jahres der Frau 1975 konzipiert wurde, beleuchtet diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten, wie die Zeit basierend auf einer Meldung der DPA berichtet.

So waren 1989 in der DDR 92 Prozent aller Frauen berufstätig, während es in der Bundesrepublik nur knapp die Hälfte war, wie die Ausstellung darstellt. Frauen in der DDR hatten zudem leichteren Zugang zu Scheidungen, Abtreibungen und Verhütungsmitteln. Im Westen hingegen erklärte der Paragraf 218 Schwangerschaftsabbrüche für rechtswidrig, Scheidungen waren schwieriger und führten oft zu wirtschaftlicher Unsicherheit für Frauen. Wie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur berichtet, kuratiert von Clara Marz, will die Ausstellung die vielfältigen Erfahrungen von Frauen in beiden deutschen Staaten aufzeigen.

Trotz dieser Unterschiede gab es auch Gemeinsamkeiten. Das Heiratsalter lag in den 1980er Jahren in der DDR bei durchschnittlich 21 Jahren und in der Bundesrepublik bei 23 Jahren, wie die Zeit unter Berufung auf die Ausstellung schreibt. Zum Vergleich: 2023 lag das Heiratsalter bei fast 33 Jahren. Auch die Erwartungen an Frauen ähnelten sich. „Oberflächlich betrachtet war es auf beiden Seiten sehr ähnlich: Frauen mussten nur jung, schön, gepflegt, schlank, fröhlich und unkompliziert sein“, heißt es in der Ausstellung. Die Hausarbeit blieb in beiden Teilen Deutschlands überwiegend Frauensache. Berufstätige Frauen in der DDR hatten daher oft eine „zweite Schicht“ zu bewältigen. Wie die Grünen Potsdam zusammenfassen, will die Ausstellung auch die Frage beantworten, inwieweit Frauen in beiden deutschen Staaten trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verband.

Die Ausstellung wird als Poster-Set angeboten und kann von Schulen und anderen Institutionen bestellt werden. Laut Kuratorin Clara Marz, wie von der Zeit wiedergegeben, wurde die Ausstellung bereits rund 540 Mal verschickt, sowohl innerhalb Deutschlands als auch ins Ausland. Die Ausstellung wird unter anderem in Bornheim gezeigt, wie die Stadt Bornheim bekannt gibt. Ein Begleitband zur Ausstellung, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, bietet weitere Einblicke in die Lebenswelten von Frauen im geteilten Deutschland, wie auf der Webseite des Metropol Verlags zu lesen ist.

Verwendete Quellen:

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von ki erstellt.
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