Ausschluss von Journalisten im Weißen Haus unter Trump
Ausschluss von Journalisten im Weißen Haus unter Trump
Während seiner Präsidentschaft versuchte Donald Trump wiederholt, Journalisten für ihre Fragen zu sanktionieren, wie die _Washington Post_ unter Berufung auf ehemalige und damalige Regierungsbeamte berichtete. Trump äußerte sich gegenüber seinen Beratern verärgert über seiner Meinung nach respektloses Verhalten und unverschämte Fragen von Reportern, sowohl im Oval Office als auch bei anderen Anlässen (Washington Post, 2018). Er verlangte sogar Vergeltungsmaßnahmen. Seine leitenden Berater widersetzten sich jedoch lange Zeit der Umsetzung dieser Anweisungen, da sie befürchteten, dass die Einschränkung des Medienzugangs nach hinten losgehen und das angespannte Verhältnis des Weißen Hauses zur Presse weiter verschlechtern könnte (Washington Post, 2018).
Ein besonders eklatanter Fall ereignete sich im Juli 2018, als die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins von einer Medienveranstaltung im Rosengarten ausgeschlossen wurde, weil sie Trump zuvor kritische Fragen gestellt hatte. Dieser Vorfall, über den ebenfalls die _Washington Post_ berichtete, zeigte die zunehmende Bereitschaft im West Wing, Trumps Wunsch nach Bestrafung von Journalisten nachzukommen (Washington Post, 2018).
Auch bei Trumps Treffen mit Kim Jong Un in Hanoi 2019 wurden vier US-Journalisten vom Abendessen mit Kim Jong Un ausgeschlossen, weil sie zuvor Fragen zu Themen wie Michael Cohens Kongressaussage gestellt hatten. Wie die _Washington Post_ berichtete, betraf dies Journalisten von Associated Press, Bloomberg News, der _Los Angeles Times_ und Reuters (Washington Post, 2019). Die Begründung des Weißen Hauses, es handle sich um "Empfindlichkeiten gegenüber lauten Fragen", wurde von der White House Correspondents' Association (WHCA) als "launische Entscheidung" scharf kritisiert (Washington Post, 2019).
Bereits 2017 hatte das Weiße Haus mehrere Nachrichtenorganisationen, darunter CNN, die _New York Times_, Politico und die _Los Angeles Times_, von einem Briefing mit Pressesprecher Sean Spicer ausgeschlossen. Wie _Politico_ berichtete, wurden stattdessen konservative Medien wie Breitbart News und One America News Network eingeladen (Politico, 2017). Die _Washington Post_ bezeichnete diesen Schritt als einen weiteren Schritt in der Eskalation des Krieges zwischen der Trump-Administration und den Medien (Washington Post, 2017). Auch der _Guardian_ berichtete über diesen Vorfall und nannte die selektive Auswahl der eingeladenen Medien einen "zutiefst beunruhigenden und spaltenden Akt" (Guardian, 2017). Die WHCA protestierte gegen die willkürliche Auswahl und forderte die eingeladenen Medien auf, die Informationen mit den ausgeschlossenen Kollegen zu teilen (Süddeutsche Zeitung, o.D.).
Die Süddeutsche Zeitung fasste die Ereignisse in einem Liveblog zusammen und berichtete über die Reaktionen der Medien und der WHCA auf die Ausschlüsse (Süddeutsche Zeitung, o.D.). Der Ausschluss von Journalisten unter Trump verdeutlicht die angespannten Beziehungen zwischen dem ehemaligen Präsidenten und Teilen der Medienlandschaft.
Verwendete Quellen:
* https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-weisses-haus-medien-ausschluss-li.3209703
* https://www.washingtonpost.com/politics/venting-about-press-trump-has-repeatedly-sought-to-ban-reporters-over-questions/2018/07/27/0e73a068-91a9-11e8-8322-b5482bf5e0f5_story.html
* https://www.washingtonpost.com/politics/white-house-bans-four-journalists-from-covering-trump-kim-dinner-because-of-shouted-questions/2019/02/27/36e1d26c-3a8d-11e9-a2cd-307b06d0257b_story.html
* https://www.theguardian.com/us-news/2017/feb/24/media-blocked-white-house-briefing-sean-spicer
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von ki erstellt.