Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und der Gewerkschaft Verdi führten 2025 zu Streiks in Mecklenburg-Vorpommern, die spürbare Auswirkungen auf die Postzustellung hatten. Wie die Zeit basierend auf einer dpa-Meldung berichtete, blieben infolge der Arbeitsniederlegungen rund 460.000 Briefe und etwa 25.000 Pakete liegen.
Der Streik begann im Paketzentrum Neustrelitz und weitete sich auf zwölf Zustellstützpunkte im ganzen Bundesland aus, von Ludwigslust bis zur Insel Rügen. Am Donnerstag beteiligten sich laut Verdi circa 230 Beschäftigte an den Streiks, die vorwiegend kleinere Stützpunkte betrafen. Für Freitag wurden Streiks in zehn größeren Stützpunkten angekündigt. Ein Verdi-Sprecher erklärte, dass sich die Zustellung von Briefen und Paketen aufgrund der Aktionen auch in der darauffolgenden Woche verzögern könnte.
Verdi möchte mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um ein deutlich höheres Lohnangebot zu erreichen. Lars-Uwe Rieck, Landesbezirksfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik in Nord/Hamburg, kritisierte das Angebot der Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde als völlig unzureichend. Wie die Zeit berichtete, befürchtet die Gewerkschaft bei Annahme des Angebots spürbare Reallohnverluste für die Beschäftigten und erwartet in der vierten Runde ein verbessertes Angebot.
Die Streiks bei der Post sind Teil einer größeren Streikwelle, die Verdi im Frühjahr 2025 durchführte. Wie die Zeit in anderen Artikeln berichtete, wurden auch in anderen Bereichen Warnstreiks durchgeführt, um den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen zu erhöhen.
https://www.zeit.de/news/2025-02/27/verdi-460-000-briefe-und-25-000-pakete-blieben-liegen
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2025-01/deutsche-post-verdi-streik
https://www.zeit.de/arbeit/2025-02/verdi-warnstreiks-deutsche-post-pakete-briefe
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-02/verdi-gewerkschaft-deutsche-post-warnstreiks-tarifverhandlungen