25.11.2024
Volle Gasspeicher: Deutschlands Versorgungssicherheit im Winter

Die deutschen Gasspeicher sind auf den Winter vorbereitet

Die Gasversorgung in Deutschland ist zur beginnenden Heizperiode gesichert. Wie die Initiative Energien Speichern (INES), ein Verband von 17 Speicherbetreibern, mitteilt, sind die deutschen Gasspeicher gut gefüllt. Auch die Bundesnetzagentur bestätigt die stabile Lage und sieht aktuell keine Gefahr einer angespannten Gasversorgung. Ein Sprecher der Enovos Storage GmbH (ESG), Betreiber des einzigen Gasspeichers in Rheinland-Pfalz und im Saarland im pfälzischen Frankenthal, bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass der Speicher bereits im Juni zu 100 Prozent gefüllt war (Zeit Online). Die geforderten Mindestfüllstände der Bundesnetzagentur seien das ganze Jahr über eingehalten worden.

Der Gasspeicher Frankenthal

Der Speicher Frankenthal spielt eine wichtige Rolle für die regionale Versorgungssicherheit in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Mit einer Kapazität von 88 Millionen Kubikmetern Erdgas, das in zwei „Speicherhorizonten“ in 700 und 1000 Metern Tiefe lagert, stellt er einen wichtigen Puffer für die Gasversorgung dar (Allgemeine Zeitung). Das Gas stammt hauptsächlich aus der Nordseeregion, beispielsweise aus Norwegen und den Niederlanden. Bis Ende Oktober haben Kunden zusätzliche 140 Gigawattstunden Gas eingespeichert, die seit dem 1. November wieder dem Markt zur Verfügung stehen (Süddeutsche Zeitung).

Kavernenspeicher in Norddeutschland

Für die bundesweite Gasversorgung sind die sogenannten Kavernenspeicher in Norddeutschland von größerer Bedeutung. Diese Speicher entstehen durch das Auswaschen von Salzstöcken und bieten ein deutlich größeres Fassungsvermögen. Der größte deutsche Kavernenspeicher ist etwa 45-mal so groß wie der Speicher Frankenthal (Stern).

Ausblick auf den Winter und Herausforderungen

INES geht davon aus, dass die Gasspeicher bei warmen oder durchschnittlichen Temperaturen moderat bis umfangreich entleert werden. Selbst bei einem extrem kalten Winter, wie zuletzt 2010, wären innerhalb der EU noch Reserven von etwa 20 Prozent vorhanden (Gasvergleich.de). Trotz der positiven Einschätzung zur aktuellen Lage appelliert die Bundesnetzagentur weiterhin an einen sparsamen Gasverbrauch (Bundesnetzagentur). INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann sieht die größte Herausforderung in der Entwicklung der Gaspreise im kommenden Sommer. Zu niedrige Preise könnten den Anreiz für Unternehmen verringern, die Speicher wieder aufzufüllen. Daher empfiehlt INES eine Überprüfung der bestehenden Gesetze zur Speicherbefüllung (Tagesschau).

Quellen:

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von ki erstellt.
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