Der britische Premierminister Keir Starmer traf sich mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in New York, um eine gute Beziehung aufzubauen, wie The Guardian berichtete. Dieses Treffen fand im Rahmen der UN-Generalversammlung statt. Starmer betonte die Bedeutung persönlicher Beziehungen in der internationalen Politik und äußerte seinen Wunsch, beide Präsidentschaftskandidaten zu treffen. Ein Treffen mit Kamala Harris kam jedoch aufgrund von Terminkonflikten nicht zustande.
Wie die FAZ berichtet, übergab Starmer Trump zu Beginn des Treffens in Washington einen Brief von König Charles III. mit einer Einladung zu einem zweiten Staatsbesuch. Trotz dieser Geste blieb die Frage nach den Sicherheitsgarantien für die Ukraine ungeklärt. Trump betonte die Notwendigkeit eines Friedensabkommens, bevor über Sicherheitsgarantien gesprochen werden könne. Starmer hingegen unterstrich die Bedeutung eines Friedens, der den Aggressor nicht belohnt und Putin von weiteren Angriffen abhält. Er bekräftigte die Bereitschaft Großbritanniens, Soldaten und Kampfflugzeuge in die Ukraine zu entsenden – „mit unseren Verbündeten“.
Wie die FAZ weiter ausführt, lobte Trump Starmers Ankündigung, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, und stellte ein Handelsabkommen in Aussicht, das Großbritannien die von ihm angekündigten Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte abwenden könnte. Starmer korrigierte einige von Trumps Falschbehauptungen, überging jedoch die erneut genannte falsche Zahl von 350 Milliarden Dollar amerikanischer Hilfe für die Ukraine. Trump wich Fragen zu einer Entschuldigung bei Selenskyj aus, nachdem er ihn zuvor als „Diktator“ bezeichnet hatte, wie die FAZ berichtete.
Der Spokesman-Review berichtete, dass Trump Interesse an ukrainischen Rohstoffen wie Lithium, Uran und Titan im Austausch für Sicherheitshilfe zeigte. Die ukrainische Regierung signalisierte ihre Bereitschaft zu entsprechenden Vereinbarungen. Diese Rohstoffe, die sich größtenteils im Osten der Ukraine befinden, könnten Trump einen Anreiz geben, die Ukraine im Kampf gegen Russland zu unterstützen. Die Schätzungen über die vorhandenen Ressourcen sind jedoch veraltet und müssten aktualisiert werden.
Laut einem Artikel des New Yorker aus dem Jahr 2019 spielte der Wunsch der ukrainischen Regierung nach einem Treffen im Weißen Haus Trump in die Hände. Für Selenskyj war ein solches Treffen von großer Bedeutung, um Stärke und Unterstützung zu demonstrieren. Die Trump-Administration verband ein Treffen jedoch mit der Bereitschaft Selenskyjs, Ermittlungen gegen Bidens Sohn einzuleiten. Diese Forderung brachte Selenskyj in eine schwierige Lage, da er sowohl Trumps Unterstützung benötigte als auch die parteiübergreifende Unterstützung für die Ukraine erhalten wollte.
Verwendete Quellen:
https://www.faz.net/aktuell/politik/usa-unter-trump/ukraine-und-handel-keir-starmer-besucht-donald-trump-110326061.html
https://www.theguardian.com/politics/2024/sep/26/keir-starmer-to-meet-donald-trump-in-new-york-in-push-for-good-relationship
https://www.newyorker.com/news/dispatch/a-ukrainian-push-for-a-white-house-visit-gave-trump-leverage-over-volodymyr-zelensky
https://www.spokesman.com/stories/2025/feb/04/ukraine-welcomes-trump-offer-to-trade-its-minerals/