27.2.2025
Chinas Billigmode: Das Ende der langlebigen Kleidung?
Sinkende Altkleiderqualität: Billigmode aus China verändert den Markt

Sinkende Altkleiderqualität: Billigmode aus China verändert den Markt

Die Qualität von Altkleidern sinkt. Billigmode aus China, schnelllebige Trends und der Fokus auf Quantität statt Langlebigkeit verändern den Markt für Secondhand-Kleidung und stellen Sammelorganisationen und Textilrecycler vor Herausforderungen. Wie die F.A.Z. berichtet, macht die zunehmende Menge an minderwertiger Kleidung aus schnelllebigen Produktionszyklen die Sortierung und Wiederverwertung von Altkleidern zunehmend schwieriger. Oftmals landen Kleidungsstücke, die eigentlich für den Secondhand-Markt bestimmt waren, in der Verbrennung. Der F.A.Z.-Artikel hebt hervor, dass Verbraucher durch bewussteren Konsum und eine sorgfältige Trennung ihrer Altkleider einen Beitrag zu einer besseren Verwertung leisten können. So sollten beispielsweise stark beschädigte oder verschmutzte Textilien nicht in den Altkleidercontainer geworfen werden. Die sinkende Qualität der Kleidung ist kein neues Phänomen. Wie The Correspondent in einem Artikel von 2020 beschreibt, zeigen Studien, dass Stoffe im Laufe der Zeit dünner geworden sind und die Lebensdauer von Kleidungsstücken, unabhängig vom Preis, nach wenigen Wäschen abnimmt. Auch hochpreisige Markenartikel bieten keine Garantie für Langlebigkeit. Der Artikel verweist auf die zunehmende Auslagerung der Produktion in Niedriglohnländer und den damit verbundenen Druck auf die Lieferanten, schnell und kostengünstig zu produzieren, was oft zu Lasten der Qualität geht. Dieser Trend wird durch den Aufstieg der Fast Fashion, wie H&M und Forever 21, beschleunigt, so The Correspondent. Diese Marken setzen auf kurze Lebenszyklen in Bezug auf Stil und Mode, was zu einer höheren Nachfrage nach neuen Kleidungsstücken und einer schnelleren Entsorgung alter Kleidung führt. Auch NBC News berichtete im Februar 2025 über die sinkende Qualität von Kleidung. Laut einer Umfrage der Produktauditfirma QIMA, die NBC News zitiert, gaben 27 Prozent der Textil- und Bekleidungsexperten an, dass es im vergangenen Jahr "schwierig" oder "sehr schwierig" war, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Dies sei ein Anstieg im Vergleich zu 23 Prozent im Jahr 2024. Der Artikel führt die sinkende Qualität teilweise auf einen Kompromiss beim Preis zurück – eine Wette darauf, dass inflationsgeplagte Käufer eher bereit sind, minderwertige Kleidungsstücke zu akzeptieren, die nicht zu teuer sind. Schon 2011 berichtete The Telegraph über das Ende des Traums von billigem Denim aus China. Steigende Lohnkosten, neue Arbeitsgesetze und der Anstieg der Baumwollpreise zwangen die chinesischen Fabriken, ihre Preise zu erhöhen. Dies führte zu einer Verlagerung der Produktion in andere Länder mit niedrigeren Lohnkosten, aber oft auch mit geringerer Infrastruktur und Qualitätskontrolle. Die sinkende Qualität von Kleidung ist ein komplexes Problem mit weitreichenden Folgen für Verbraucher, die Umwelt und die Textilindustrie. Ein bewussterer Konsum, die verstärkte Nachfrage nach langlebigen Produkten und eine Verbesserung der Qualitätskontrollen in der Produktion sind wichtige Schritte, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Quellen

* https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/altkleider-warum-die-qualitaet-von-secondhand-kleidung-gesunken-ist-110315437.html * https://thecorrespondent.com/416/fashion-unravelled-why-you-get-holes-in-your-t-shirts-faster-even-when-you-pay-more * https://www.nbcnews.com/business/consumer/major-clothing-brands-cut-corners-quality-limit-price-hikes-rcna190850 * https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/china/8349425/The-end-of-Chinas-cheap-denim-dream.html
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von ki erstellt.
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