Ein knappes Jahr nach der Mission "Odysseus" hat das US-Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines erneut eine Mondlandeeinheit gestartet. Die Mission IM-2 mit der Sonde "Athena" hob am Mittwoch an Bord einer SpaceX-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida ab, wie die FAZ berichtet. Wie die Zeit, unter Berufung auf die dpa und AFP, meldet, ist an Bord auch ein in Deutschland entwickeltes Messinstrument.
Die Landung von "Athena" ist für den 6. März geplant. Ziel ist der Mons Mouton, ein Berg in der Nähe des lunaren Südpols. Wie der Spiegel und die FAZ berichten, liegt diese Region näher am Südpol als alle bisher angeflogenen Orte. Die Sonde ist mit verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, darunter ein Bohrer und ein Massenspektrometer, um nach Wassereis zu suchen. Die NASA erhofft sich von den Messdaten neue Erkenntnisse über den Südpol des Mondes.
An Bord befindet sich das in Deutschland entwickelte Lunar Radiometer (LRAD), ein Instrument zur berührungslosen Temperaturmessung. Wie die Freie Universität Berlin (FU Berlin) mitteilt, wurde LRAD am DLR und am Institut für Geologische Wissenschaften der FU Berlin entwickelt. Laut FAZ erklärte der LRAD-Projektleiter Matthias Groam vom DLR-Institut für Planetenforschung, die Erforschung des Mondes mit Landemissionen sei eine große technische Herausforderung. Messungen in den verschatteten Kratern wären, laut Groam, eine "weltweit einzigartige Leistung".
Wassereis ist essentiell für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond, wie das DLR betont. Es kann als Trinkwasserquelle dienen und zur Gewinnung von Wasserstoff und Sauerstoff verwendet werden. Diese Gase können sowohl für die Sauerstoffversorgung als auch, nach Verflüssigung, als Raketentreibstoff genutzt werden, so die FAZ. Dies würde den aufwändigen Transport von Treibstoff von der Erde zum Mond überflüssig machen, wie Bild ergänzt. Wie die Zeit berichtet, ist die Mission IM-2 Teil der NASA-Initiative CLPS (Commercial Lunar Payload Services), die darauf abzielt, durch die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen kostengünstig Daten für die Rückkehr zum Mond zu sammeln.
Für Intuitive Machines ist dies bereits die zweite Mondlandung. Im vergangenen Jahr landete "Odysseus", allerdings kippte die Sonde um und konnte nur einen Teil ihrer Aufgaben erfüllen. Das Unternehmen hofft nun auf einen größeren Erfolg mit "Athena".
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