Wenige Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering eine Koalition mit den Grünen ausgeschlossen. Wie die Zeit basierend auf einer dpa-Meldung berichtete, bestätigte Thering dem „Hamburger Abendblatt“ und der Deutschen Presse-Agentur, dass die Grünen nach der Wahl in die Opposition müssten. „Ich schließe eine solche Koalition ausdrücklich aus“, zitiert ihn die Zeit. Der NDR berichtet ebenfalls über dieses klare Statement aus dem letzten Triell der Spitzenkandidaten vor der Wahl.
Wie der Spiegel berichtet, hatte sich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bereits früh für eine Fortsetzung von Rot-Grün ausgesprochen. Im NDR-Triell betonte er die hohe Zufriedenheit mit dem aktuellen Senat. Trotz Therings Absage sieht Tschentscher aber weiterhin ein Risiko für eine schwarz-grüne Koalition, sollte es rechnerisch für eine Mehrheit reichen. Katharina Fegebank, die Spitzenkandidatin der Grünen, bezeichnete die Spekulationen über eine Zusammenarbeit ihrer Partei mit der CDU als „absurd“, wie die Zeit berichtet. Sie warnte ihrerseits vor einer möglichen Koalition zwischen SPD und CDU, wie es sie in Berlin gibt.
Thering begründete seine Ablehnung einer Koalition mit den Grünen mit inhaltlichen Differenzen, wie der NDR und die Zeit berichten. Er warf den Grünen vor, an der „gescheiterten Migrationspolitik“ und der schlechten Wirtschaftslage die Hauptschuld zu tragen. „Wer Rot-Grün verhindern möchte, wer die Grünen im Senat verhindern möchte, der muss zwingend CDU wählen“, so Thering laut Zeit.
Wie der Stern und die Zeit berichten, sieht eine aktuelle Umfrage des ZDF-Politbarometers die SPD weiterhin deutlich vorn mit 33 Prozent. Die CDU könnte mit 18 Prozent zweitstärkste Kraft werden, vor den Grünen mit 17 Prozent. Die Linke käme auf 12 Prozent, AfD auf 9 Prozent. FDP, BSW und Volt würden demnach an der Fünfprozenthürde scheitern. Laut Stern würde es rechnerisch sowohl für eine rot-grüne als auch für eine rot-schwarze Koalition reichen.
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