Der European Green Deal, die ambitionierte Strategie der EU zur Klimaneutralität bis 2050, steht im Zeichen des Bürokratieabbaus. Wie die Europäische Kommission betont, soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Netto-Null-Industrie gestärkt und der Übergang zur Klimaneutralität beschleunigt werden. Dies soll durch ein förderlicheres Umfeld für den Ausbau der Produktionskapazitäten der EU für die notwendigen Technologien und Produkte erreicht werden.
Wie vom Consilium der Europäischen Union berichtet, umfasst der Green Deal eine Reihe von politischen Initiativen, die darauf abzielen, die EU auf den Weg einer grünen Transformation zu bringen. Er unterstreicht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen und sektorübergreifenden Ansatzes, bei dem alle relevanten Politikbereiche zum übergeordneten klimabezogenen Ziel beitragen. Das Paket umfasst Initiativen in den Bereichen Klima, Umwelt, Energie, Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und nachhaltige Finanzen – die alle eng miteinander verknüpft sind.
Ein zentraler Aspekt des Green Deal Industrial Plan ist die Vereinfachung und Beschleunigung von Investitionen und Finanzierungen für die Produktion sauberer Technologien in Europa. Die Kommission hat im Rahmen der Wettbewerbspolitik das Ziel, gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb des Binnenmarktes zu gewährleisten und gleichzeitig den Mitgliedstaaten die Gewährung notwendiger Beihilfen zur Beschleunigung des grünen Übergangs zu erleichtern. Zu diesem Zweck wurden unter anderem das Befristete Krisen- und Übergangsrahmenwerk für staatliche Beihilfen und die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung überarbeitet.
Die Süddeutsche Zeitung berichtete im Februar 2025, dass die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen Nachhaltigkeitsgesetze vereinfachen und so vor allem kleine und mittlere Unternehmen entlasten will. Von der Leyen betonte die Notwendigkeit von weniger Berichterstattung und Bürokratie und mehr Vertrauen. Die Kommission plant unter anderem, das EU-Lieferkettengesetz zu kürzen, das Kinderarbeit in anderen Ländern unterbinden soll.
Die Kommission selbst geht mit gutem Beispiel voran und hat sich verpflichtet, ihre eigenen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 60 % gegenüber 2005 zu reduzieren und verbleibende Emissionen durch hochwertige, zertifizierte Kohlenstoffabscheidungen zu kompensieren. Wie auf der Website der Europäischen Kommission erläutert wird, sollen Maßnahmen wie grünere Gebäude, umweltfreundlichere Arbeitsweisen, grünere und intelligentere Mobilität sowie die Ökologisierung der IT-Infrastrukturen und -Anlagen dazu beitragen, die Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen.
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